Protest ja, Gewalt nein

Die Faninitiative Innsbruck ist sich dessen bewusst, daß ritualisierte Rivalität Teil der Fußball-Fankultur ist, erst recht im Zuge von Derbys, spricht sich aber bereits in ihren Statuten für ein solidarisches und gewaltfreies Miteinander der Fanszenen aus.

Im Vorfeld des Geisterspiels ruft die Faninitiative Innsbruck beide Fanlager umso mehr dazu auf, sich friedlich zu verhalten. Die sportliche Rivalität zu Violett sollte angesichts der besonderen Situation zweitrangig sein. Was zählt ist der (gewaltfreie) Protest gegen die Ansetzung des Westderbys als „Geisterspiel“.

Denn eines dürfte in Anbetracht der jüngsten Berichterstattung klar sein: Schon die geringste Form von Aggression oder Gewalttätigkeiten auf den Anreisewegen nach Schwanenstadt würde medial als Legitimation für die Bundesliga und die Ordnungsbehörde dargestellt werden, mit dem Zuschauerausschluss die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Und dies könnte zur Folge haben, dass Geisterspiele seitens der Entscheidungsträger zukünftig nicht mehr als Notlösung, sondern als probates Mittel ihrer Sicherheitsstrategie angesehen werden!

„Getrennt in den Farben, aber vereint in der Sache!“ Diese Devise gilt heute Abend mehr als je zuvor!