Tätigkeiten der Faninitiative Innsbruck

Die Faninitiative Innsbruck und der FC Wacker Innsbruck schlossen 2007 einen Kooperationsvertrag ab. Seither erhält die Faninitiative Innsbruck jährlich einen festgelegten Betrag, der für die Durchführung gemeinnütziger Projekte verwendet wird, die der Klub aus personellen Gründen selbst nicht stemmen und auch in dieser Form bei keinem Dritten in Auftrag geben könnte. Wie vielfältig die mit den Vereinsmitteln und zusätzlichen projektbezogenen Geldern (z.B. der Bundesliga und der öffentlichen Hand) durchgeführten Projekte sind, könnt Ihr untenstehend nachlesen.

Die Faninitiative Innsbruck…
 
…tritt öffentlich für Gewaltfreiheit ein und unterstützt die positiven Potentiale der Fans, z.B. deren kreativen Einsatz in ihrer Freizeit für die Planung und Durchführung von Choreographien.
…führt sozialpädagogische Projekte und öffentlichkeitswirksame Kampagnen zum Thema Anti-Diskriminierung durch. So organisiert die Faninitiative bspw. jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Verein und der Stadionregie die in den FCW-Statuten geforderte Beteiligung an der FARE-Aktionswoche gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sowie dazugehörige Aktionen wie Flyer-Verteilen oder Stadionsprecher-Durchsagen.
…unterstützt die Fanclubs in ihren Anliegen, z.B. bei der Durchführung von Choreographien oder auch in der Organisation von Auswärtsfahren.
…organisiert Veranstaltungen wie Workshops, Podiumsdiskussionen oder Feste in Innsbruck und bringt damit das Wacker-Feeling in das stadtkulturelle Leben ein.
…betreibt kontinuierliche Pressearbeit, um relevanten Journalisten das notwendige Wissen über Aspekte der Fan-Subkultur zu vermitteln und so ein positives Ansehen der Wacker-Fanszene in der Öffentlichkeit zu befördern. Viele Mißverständnisse konnten dadurch beseitigt, das einstmals durchweg negative mediale Bild vom biertrinkenden pöbelnden Fußball-Fan zumindest teilweise aufgebrochen werden.
…setzt sich auf politischer Ebene für die Instituierung professioneller Fanarbeit in Innsbruck und Österreich ein.
…pflegt den Austausch mit anderen Fangruppen in Österreich und ganz Europa, z.B. im Rahmen von Workshops.
…beteiligt sich an der Initiative »Fußballfans gegen Homophobie«, die sich gegen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit in Österreichs Stadien engagiert.
…lädt regelmäßig sozial benachteiligte Gesellschaftsgruppen wie Flüchtlinge, Behinderte oder Obdachlose ins Tivolistadion ein, um ihnen das Erlebnis Fußball zu ermöglichen. Das gemeinsame Interesse am Sport dient dabei als hervorragende Triebfeder für Integration und Inklusion.
…ermöglicht Jugendlichen niedrigschwellige Zugänge zur Freizeitaktivität Fußball.
…fördert das historische Bewusstsein der Wacker-Fans, z.B. mit Blick auf die Vereinsgeschichte während der NS-Zeit.
…führt in Kooperation mit Innsbrucks Hochschulen regelmäßig Lehrveranstaltungen durch, um den öffentlichen Dialog über das Themenfeld Zuschauersport Fußball zu fördern und zukünftige Multiplikatoren auszubilden. Aktuell unterstützt die Faninitiative ein Projektseminar am MCI. Darin erhalten die Studierenden einen praxisorientierten Einblick in das sozialarbeiterische Handlungsfeld der Fanarbeit mit jugendlichen Fußballfans.