{"id":351,"date":"2019-07-25T14:33:07","date_gmt":"2019-07-25T12:33:07","guid":{"rendered":"http:\/\/faninitiative.at\/?p=351"},"modified":"2019-07-25T14:33:07","modified_gmt":"2019-07-25T12:33:07","slug":"bundesliga-und-oefb-hoert-unser-schweigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/faninitiative.at\/index.php\/2019\/07\/25\/bundesliga-und-oefb-hoert-unser-schweigen\/","title":{"rendered":"Bundesliga und \u00d6FB, h\u00f6rt unser Schweigen!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die organisierten Fanszenen stellen ab sofort jeglichen Kontakt mit der \u00f6sterreichischen Bundesliga und dem \u00f6sterreichischen Fu\u00dfballbund ein. Insbesondere erkennen wir das \u201eKomitee f\u00fcr Stadionverbote und Pr\u00e4vention\u201c nicht mehr an und werden dessen Entscheidungen ab sofort ignorieren.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den letzten Jahren wurde die Kommunikation zwischen Fanvertretern und Liga intensiviert. Die Liga-Verantwortlichen organisierten Fan-Kongresse und luden mehrmals zu Gespr\u00e4chen ein. Unserseits wurde die Dialogbereitschaft angenommen und auch wir selbst forcierten den direkten Weg zu den Funktion\u00e4ren. Uns war zwar stets bewusst, dass es f\u00fcr die Liga vor allem darum ging, die anstehenden Reformpl\u00e4ne zu legitimieren, dennoch wollten wir die damit verbundenen Chancen nicht ungenutzt lassen. Wir konnten unsere Anliegen darlegen und die Interessen der Fu\u00dfballfans artikulieren. Dabei kommunizierten wir stets direkt, offen und ehrlich &#8211; immerhin wollen wir ernst genommen werden.<\/p>\n<p>Die Fanszenen pochten bei diesen Gespr\u00e4chen stets auf konkrete Vereinbarungen. Uns war es wichtig, dass die Ergebnisse im Nachhinein bewertet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das haben wir gemacht, doch nach mehreren Jahren intensiver Kommunikation sehen wir derzeit keinen Sinn mehr, diesen Weg weiter zu gehen. Die zentralen Anliegen der Fans wurden nicht nur ignoriert, vielmehr haben sich die Zust\u00e4nde sogar verschlechtert. Anhand folgender drei Themenbereiche ist dies besonders deutlich sichtbar:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Nein zu willk\u00fcrlichen Stadionverboten<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Verh\u00e4ngung von Stadionverboten (SV) ger\u00e4t mittlerweile v\u00f6llig au\u00dfer Kontrolle. Das neu geschaffene \u201eKomitee f\u00fcr Stadionverbote und Pr\u00e4vention\u201c agiert nach Belieben. Dieses Gremium ersetzte den ehemaligen Senat 3 der Bundesliga, welcher aufgrund seiner einseitigen, parteiischen Besetzung jahrelang in der Kritik stand. Entgegen anderslautender Beteuerungen sind es nun Staatsanw\u00e4lte, die dort den Ton angeben und ihre Rolle noch restriktiver auslegen. Fanvertreter sucht man darin vergeblich und Stadionverbote werden als alternativlos angesehen, sozialpr\u00e4ventive Herangehensweisen ignoriert. Dieses Komitee vollzieht au\u00dferhalb jeglicher Rechtsstaatlichkeit eine Paralleljustiz, in welcher die Unschuldsvermutung zu einer theoretischen Floskel verkommt und von einem fairen Verfahren keine Rede sein kann. Eine Anzeige f\u00fchrt in der Regel sofort zu einem SV, egal ob diese Anzeige berechtigt ist oder nicht. Im Falle der Einstellung des Verfahrens oder eines Freispruchs m\u00fcssen sich die Betroffenen selbst um eine Aufhebung k\u00fcmmern und Protest gegen das SV einlegen. Die bisher g\u00e4ngige Praxis der \u201egelben Karte\u201c f\u00fcr Unbescholtene wurde komplett abgeschafft und auch die L\u00e4nge der Stadionverbote erreicht wahnwitzige Dimensionen. Zus\u00e4tzlich zu diesen Verschlechterungen wurde nun eine Einspruchsgeb\u00fchr von 125 Euro festgelegt. Diese muss jeder Fan bezahlen, der ein Stadionverbot beeinsprucht. Wer zu seinem Recht kommen will, muss also zuerst zahlen. Aus all diesen Gr\u00fcnden werden wir dieses Gremium der Bundesliga, bei der es sich wohlgemerkt um einen privaten Verein handelt, nicht mehr akzeptieren und dessen Beschl\u00fcsse in weiterer Folge ignorieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Fu\u00dfball muss bezahlbar sein<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eintrittskarten f\u00fcr den \u00f6sterreichischen Fu\u00dfball sind viel zu teuer. Heutzutage ist ein Stadionbesuch f\u00fcr viele Menschen eine finanzielle Belastung. Gemessen am gebotenen Fu\u00dfball klafft das Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis weit auseinander. Insbesondere die Preise in den \u00f6sterreichischen Ausw\u00e4rtssektoren sind v\u00f6llig jenseitig. Unser Vorschlag f\u00fcr G\u00e4stekarten war simpel, fair und stimmungsf\u00f6rdernd: 12 Euro Einheitspreis \u2013 Kinder unter 12 Jahren gratis. Stattdessen versuchen die Vereine den wenigen noch verbliebenen Fans m\u00f6glichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Die aktuelle Preispolitik wird sich langfristig r\u00e4chen, da es schwer sein wird, neue Fans f\u00fcr den \u00f6sterreichischen Fu\u00dfball zu begeistern. Vor allem wenn man bedenkt, dass es f\u00fcr \u00f6konomisch benachteiligte Menschen durch die TV-Vertr\u00e4ge keine M\u00f6glichkeit gibt, den \u00f6sterreichischen Fu\u00dfball zu verfolgen. Wir wollen volle Stadien und einen Fu\u00dfball f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Samstag muss der Hauptspieltag sein<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Entgegen anderweitiger Beteuerungen der Liga findet ein gro\u00dfer Teil der Spiele nun am Sonntag statt. Vereine, die es ins obere Playoff schaffen, spielen \u00fcberhaupt nur noch am Sonntag. Uns ist egal, welches \u201eStorytelling\u201c f\u00fcr das Pay-TV am geeignetsten ist. Wir brauchen weder eine k\u00fcnstlich geschaffene Spannung, noch einen zerst\u00fcckelten Spieltag. Was wir sehen wollen ist qualitativ guter Fu\u00dfball in einem sportlich fairen Wettkampf. Dieser soll von m\u00f6glichst vielen Menschen verfolgt werden k\u00f6nnen. Die schwachen Zuschauerzahlen im oberen Playoff belegen eindeutig, dass der Sonntag als Hauptspieltag vom Gros der Fans nicht angenommen wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kurzum: Solange die Bundesliga und der \u00d6FB die Interessen der Fu\u00dfballfans mit F\u00fc\u00dfen treten, wird es unserseits mit den Funktion\u00e4ren keine Kommunikation mehr geben. Dieser Schritt soll keineswegs dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass die Vereine in der Pflicht stehen und sie es sind, die sich f\u00fcr einen fanfreundlichen Fu\u00dfball einsetzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Curva Viola Austria Salzburg &#8211; Faninitiative Innsbruck \u2013 Kollektiv 1909 \u2013 Landstrassler &#8211; Rechtshilfe Rapid \u2013 Stahlstadt Kollektiv \u2013 Vienna Supporters &#8211; Weststand Ried im Innkreis<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die organisierten Fanszenen stellen ab sofort jeglichen Kontakt mit der \u00f6sterreichischen Bundesliga und dem \u00f6sterreichischen Fu\u00dfballbund ein. Insbesondere erkennen wir das \u201eKomitee f\u00fcr Stadionverbote und Pr\u00e4vention\u201c nicht mehr an und werden dessen Entscheidungen ab sofort ignorieren. &nbsp; In den letzten Jahren wurde die Kommunikation zwischen Fanvertretern und Liga intensiviert. 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