{"id":84,"date":"2012-04-11T12:21:36","date_gmt":"2012-04-11T10:21:36","guid":{"rendered":"http:\/\/faninitiative.at\/index.php\/2012\/04\/11\/gegendarstellung-zu-den-vorkommnissen-in-salzburg\/"},"modified":"2012-04-11T12:21:36","modified_gmt":"2012-04-11T10:21:36","slug":"gegendarstellung-zu-den-vorkommnissen-in-salzburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/faninitiative.at\/index.php\/2012\/04\/11\/gegendarstellung-zu-den-vorkommnissen-in-salzburg\/","title":{"rendered":"Gegendarstellung zu den Vorkommnissen in Salzburg"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" alignleft size-full wp-image-83\" style=\"margin: 0px 10px 10px 0px; float: left;\" alt=\"logo faninitiative\" src=\"http:\/\/faninitiative.at\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/logo_faninitiative.jpg\" height=\"150\" width=\"200\" \/>Nicht die Ausw\u00e4rtsniederlage bei Redbull Salzburg, sondern ein fragw\u00fcrdiger Polizeieinsatz tr\u00fcbte am Karsamstag bei vielen Wacker-Fans die Stimmung. Rund hundert Fans, die mit dem Bus zum Ausw\u00e4rtsspiel in Wals-Siezenheim angereist waren, wurden durch Einsatzkr\u00e4fte der Salzburger Polizei derart lange aufgehalten, da\u00df sie erst w\u00e4hrend der zweiten Halbzeit ins Stadion kamen.<\/p>\n<p>  <!--more-->  <\/p>\n<p>Manchen Fans wurde aus unerkl\u00e4rlichen Gr\u00fcnden der Zutritt zum Stadion &#8211; trotz g\u00fcltiger Eintrittskarte &#8211; sogar vollends verwehrt, so da\u00df sie das Fu\u00dfballspiel \u00fcberhaupt nicht sehen konnten.<\/p>\n<p><strong>Frage nach Notwendigkeit der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Kontrolle<\/strong><\/p>\n<p>In einer Presseaussendung rechtfertigt die Sicherheitsdirektion (SID) Salzburg das Verhalten der Einsatzkr\u00e4fte. Zahlreiche Zeugenaussagen, die der Faninitiative Innsbruck vorliegen, r\u00fccken den Polizeieinsatz jedoch in ein anderes Licht. Laut SID Salzburg diente der Einsatz auf dem Autobahnparkplatz Glanegg dazu, die Personalien der Fans zu \u00fcberpr\u00fcfen und den Bus nach Feuerwerksk\u00f6rpern zu durchsuchen. Diesbez\u00fcglich stellt sich die Frage, welche Gr\u00fcnde es aus Sicht der Polizei erforderlich machten, die beiden Busse hierf\u00fcr extra einige Kilometer vor dem Stadion herauszuwinken, um eine Kontrolle durchzuf\u00fchren, die genausogut auch auf dem Stadionparkplatz m\u00f6glich gewesen w\u00e4re oder mit Blick auf Feuerwerksk\u00f6rper regul\u00e4r vom Stadion-Sicherheitsdienst durchgef\u00fchrt h\u00e4tte werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Mitreisende weisen gemeldete Anzahl an Feuerwerksk\u00f6rpern als unwahr zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Kontrolle sind laut Presseaussendung mehrere Feuerwerksk\u00f6rper (214 B\u00f6ller, 23 bengalische Feuer, 8 Rauchk\u00f6rper) sichergestellt worden. Zumindest die Zahl der B\u00f6ller ist nach Angaben der Busreisenden stark anzuzweifeln. Die Fanclubs der Tivoli Nord k\u00e4mpfen seit Jahren f\u00fcr die Legalisierung und das geordnete Abbrennen von Pyrotechnik im Stadion, weil bengalische Feuer untrennbar mit dem Bild einer farbenfrohen und kreativen Fu\u00dfball-Fankultur verbunden sind, verzichten gleichzeitig aber auf das Z\u00fcnden von Knallk\u00f6rpern. Sicherlich ist es auch per Selbstorganisation der Fanszene nicht restlos zu verhindern, da\u00df zum Topspiel in Wals-Siezenheim, bei dem traditionell sehr viele Fans mitreisen, die nicht zum harten Kern der Ausw\u00e4rtsfahrer geh\u00f6ren, einige schwarze Schafe trotz fanszeneninterner Absprache versuchten, Knallk\u00f6rper mitzuf\u00fchren. Die Zahl von 214 B\u00f6llern erscheint den Verantwortlichen dennoch als unrealistisch hoch.<\/p>\n<p><strong>Fans waren genervt, verhielten sich aber kooperativ<\/strong><\/p>\n<p>In der Presseaussendung der SID Salzburg ist zu lesen, da\u00df sich die Kontrolle auf dem Parkplatz Glanegg deshalb verz\u00f6gerte, weil sich die Fans &#8222;unkooperativ&#8220; verhielten. Die der Faninitiative Innsbruck vorliegenden Zeugenaussagen besagen jedoch, da\u00df die Fans angesichts der Versp\u00e4tung zwar genervt waren, die Kontrolle allerdings problemlos verlief. Hingegen wurde von Mitreisenden bemerkt, da\u00df sich einige Einsatzkr\u00e4fte im Umgang mit den Fans aggressiv und provozierend \u00e4u\u00dferten.<\/p>\n<p><strong>Fans wurde trotz g\u00fcltiger Eintrittskarte der Zugang verwehrt<\/strong><\/p>\n<p>Zu der kurzzeitigen tumultartigen Situation, die sich nach der versp\u00e4teten Ankunft der beiden Busse am Stadioneingang abspielte, ist zu bemerken, da\u00df diese durch eine bessere Kommunikation seitens der Polizei und der Einsatzkr\u00e4fte vermutlich verhindert, zumindest entsch\u00e4rft h\u00e4tte werden k\u00f6nnen. Anstatt dessen sorgte ein \u00fcberzogener Polizeieinsatz f\u00fcr Verletze &#8211; sowohl auf Seiten der Einsatzkr\u00e4fte als auch auf Seiten der Wacker-Fans. Mit Entsetzen nimmt die Faninitiative Innsbruck zudem Zeugenaussagen zur Kenntnis, wonach Fans von Polizei und Sicherheitsdienst der Zutritt zum Stadion verwehrt wurde, obwohl sie im Besitz einer g\u00fcltigen Eintrittskarte waren.<\/p>\n<p><strong>Mehr De-Eskalation w\u00e4re angebracht gewesen<\/strong><\/p>\n<p>Da\u00df es aufgrund der weiteren, unn\u00f6tigen Verz\u00f6gerung durch die Einsatzkr\u00e4fte am Stadioneingang zu aggressivem Reaktionen seitens der Fans kam und im Zuge dessen bedauerlicherweise auch Feuerwerksk\u00f6rper geworfen wurden, ist richtig. Mit de-eskalierendem Verhalten und der Gew\u00e4hrleistung eines z\u00fcgigen Ablaufs am Eingang zum G\u00e4stesektor h\u00e4tten die Einsatzkr\u00e4fte ein Hochschaukeln der Situation jedoch sicherlich verhindern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Weitere Artikel zum Thema auf Tivoli 12:<\/strong><\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.tivoli12.at\/deine-meinungzaehlt-hier\/kommentarezur-lage-des-fc-wacker-innsbruck\/2602-quo-vadis,-felix-austria.html\">Quo vadis, felix Austria?<\/a><\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.tivoli12.at\/nachspielfuer-den-verein\/hinterfragt-interviews-zum-verein\/2604-es-braucht-eine-entspannung-der-situation.html\">Interview mit Fanarbeiter Mag. (FH) Armin Weber<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht die Ausw\u00e4rtsniederlage bei Redbull Salzburg, sondern ein fragw\u00fcrdiger Polizeieinsatz tr\u00fcbte am Karsamstag bei vielen Wacker-Fans die Stimmung. 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